Lachenmann Art

Justine Otto

Justine Otto, Heat, 2019, Öl auf LW, 220x170cm, Credits Wolfram Ziltz
Justine Otto, Blower, 2017, Öl auf Holz, 50 x 40 cm
Justine Otto, enit, 55 x 55 cm, oil on mdf, 2016
Justine Otto, eson, 55 x 55 cm, oil on mdf, 2016
Justine Otto, jos, 55 x 55 cm, oil on mdf, 2016
Justine Otto, neno, 55 x 55 cm, oil on mdf, 2016
Justine Otto, sue, 55 x 55 cm, oil on mdf, 2016
Justine Otto, unsa, 55 x 55 cm, oil on mdf, 2016

Justine Otto lives and works in Hamburg and Berlin
born in 1974 in Zabrze, Poland


Exhibitions

Salon Hansa: InterINTIMES_AutoPORTRAIT

#30

Wunderwelten


Education

2003 Appointment as graduate student, subject Freie Malerei/Free Painting

19962003 Studies at Staatliche Hochschule für Bildende Künste/Städelschule, Frankfurt Main — Prof. Peter Angermann und Prof. Michael Krebber

Awards and Scholarships

2014 phillips collection emerging artist prize 2014, Washington D.C.

2013 Dr. Rolf Seisser Preis, Lions Club, Frankfurt

2000 AEG  Kunstpreis Ökologie, ehem. Kapselfabrik, Nürnberg
2010 NES  Artist Residency Skagaströnd, Island     

2000 DAAD  international scholarship at Accademia di Belle Arti di Brera, Mailand

Collections
Phillips Collection, Washington D.C.

Sammlung Hessisches Landesmuseum 

Solo Exhibitions (Selection)

2016    NONSEQ, polarraum, Hamburg, DE

2016    Hidden persuaders, Westwendischer Kunstverein, Gartow, DE

2015    pink moon, Kunsthalle Sparkassenstiftung Lüneburg, DE

2015    things behind the sun, Kunstverein Duisburg, DE

2015    hyder flares Goetheinstitut, Washington D.C., US

2014    Today is tomorrow’s yesterday, Städtische Galerie Neunkirchen, DE

2013    Halbpension, Museum Franz Gertsch, Burgdorf, CH

2013    Auszeit, polarraum, Hamburg, DE

2012    Zähne und Krallen, Kunsthalle Jesuitenkirche, Aschaffenburg, DE

2012    smelter, Museum Kloster Kamp, Kamp-Lintfort, DE

2011    Gesangverein Liederkranz, Verein für junge Kunst, Wolfsburg, DE

2011    Blutsverwandtschaften, Museum Schloss Gifhorn, Gifhorn, DE

2011    helter skelter, Galerie Barbara von Stechow, Frankfurt, DE

2009  Zeit für Plan B, Galerie Barbara von Stechow, Frankfurt, DE & Galerie Caprice Horn, Berlin, DE

2007   Überführung, Galerie Barbara von Stechow, Frankfurt, DE

2006   hide & seek, Galerie Barbara von Stechow, Frankfurt, DE

2003   geh’ doch heim little girl, 1822Forum Sparkasse, Frankfurt, DE

Group Exhibitions (Selection)

2019    #30, Lachenmann Art, Frankfurt a. M., DE

2017    Wunderwelten, Lachenmann Art, Konstanz, DE

2016    Bittersüsse Zeiten, Edwin Scharff Museum, Neu-Ulm, DE

2016    rien ne va plus, Kunsthalle Sparkassenstiftung Lüneburg, DE

2016    THE BERLIN CASE, Presidential B. Yeltsin Center, Ekaterinburg, RUS

2016    Heimat, Künstlerverein Walkmühle, Wiesbaden, DE

2016    PROZAC, Palais für aktuelle Kunst, Glückstadt, DE

2016    SIC!, Christine König Galerie, Wien, AT & polarraum, Berlin, DE

2016    Die Bilder der anderen, Kommunale Galerie Berlin, DE

2016    Quantum levitation, polarraum, Berlin, DE

2016    Bittersüsse Zeiten, Städtische Galerie Regensburg, DE

2015    Kunst im Bau —  et al. with Erwin Wurm, Thaddäus Hüppi, Berlin Dahlem, DE

2015    Bittersüße Zeiten, Kunsthaus Apolda & Kunsthalle Jesuitenkirche Aschaffenburg, DE

2015    don’t look back, Galerie Brennecke, Berlin, DE

2015    public private partnership, Lust Gallery, Wien, AT

2014    Die halluzinierte Welt, Haus am Lützowplatz, Berlin, DE

2014    Neue Figuration-Subjekt/Identität/Gesellschaft, Galerie Robert Dress, Hannover, DE

2014    Additionen der Gegenwart, Kunstmuseum, Bochum, DE

2014    Wahrheiten, Bayer Kulturhaus, Leverkusen, DE

2013    "Bettina von Arnim und zurück" —  et al. with Sandra Mann, Dirk Krecker, Lea Golda Holterman, Projektraum Basis, Frankfurt am Main, DE

2012    Eros & Thanatos, Baumwollspinnerei, Leipzig, DE

2012    utopia, Kunstverein Eisenturm, Mainz, DE

2012    so zwischendrin, Museen der Stadt, Dachau, DE

2011     That`s what friends are for …, Neuer Kunstverein, Aschaffenburg e. V., DE

2011    ausgeträumt, Stadtgalerie Markdorf, DE

2011    Kunsthalle macht Schule, Kunsthalle Darmstadt

2011    Große Kunstausstellung Halle (Saale), DE

2011    Kunsthalle Villa Kobe Kunst Halle e. V., Halle/Saale, DE

2010   Frauenzimmer, Galerie Uwe Sacksofsky, Heidelberg, DE

2010   Weibsbilder, Galerie Z, Stuttgart, DE

2010   12. Cairo Biennale, Cairo, EGY

2009  Liebeslust und Lebenslast —  Der inszenierte Alltag, Schloss Corvey, DE

2009   Nominiertenausstellung  des Kunstpreises des Lüneburgischen Landschaftsverbandes, Heinrich-Heine-Haus, Lüneburg & Galerie im Theater an der Ilmenau, Uelzen & Historisches Museum Schloss Gifhorn

2009   In between —  Die Kunst erwachsen zu werden, Künstlerverein Walkmühle e. V., Wiesbaden, DE

2008    Fluchten, Künstlerverein Walkmühle e.V., Wiesbaden, DE

2007    my generation., Kunsthaus, Essen, DE

2007    Die Sammlung Rausch. It takes some to make something, Portikus, Frankfurt Main, DE

2006    Zurück zur Figur. Malerei der Gegenwart, Kunsthalle der Hypo-Kulturstiftung, München, DE

2005    Zurück zur Figur. Malerei der Gegenwart, Kunsthalle der Hypo-Kulturstiftung, München, DE

2004    4 painters, Galerie Rekord, Berlin, DE

2003    Absolvenz —  graduation exhibition, Städel Museum

Frankfurt Main, DE

2001    VASISTAS, Technische Universität, Istanbul , TUR

Farbe feiern

Die in namhaften Museen und Sammlungen vertretene Künstlerin Justine Otto zeigt in der Ausstellung Wunderwelten eine Portraitreihe, die in der Fernsicht teilweise überraschend mimetisch wirkt, in der Nähe jedoch in gleichem Maße durch drastische und wilde Pinselführung abstrakt gebrochen wird und die als Protagonistin immer wieder dasselbe Mädchen zeigt.
 

Die Form des Portraits begleitet Justine Otto in ihrem Schaffen schon seit über zehn Jahren. Nach einer Schwerpunktverschiebung auf szenische Sujets kehrt sie mit der hier präsentierten Serie, die Anfang 2016 entstanden ist, zu dieser Darstellungsform zurück. Hier zeigt sich ein neuer Ansatz im Werk der Künstlerin; lag der Fokus älterer Portraits auf Realitätsnähe und Ausarbeitung des Inkarnats, so erfahren heute die Farbigkeit und der Duktus an sich eine viel größere Bedeutung. Der gewählte Untergrund bietet im Gegensatz zur Leinwand die Voraussetzung eines unnachgiebigen Materials, welches dem Werkzeug ausreichend Widerstand entgegensetzt, um Strukturen und Verläufe anders zu kreieren und Schattierungen durch das Abtragen oder Lösen von Farbe zu erzeugen. Die Malerei auf glattem Untergrund stellt die Farbe und ihre Beschaffenheit in das Zentrum, auch das Element des Zufalls gewinnt im Zuge dessen an Bedeutung; der Farbauftrag ist freier und dient weniger der inhaltlichen Verstärkung des Motivs, als vielmehr der Zelebrierung seiner eigenen malerischen Varianten.

Bei etwa der Hälfte der Portraits ziert ein deutlich sichtbarer Duktus, sowie wässrige Farbschlieren, Tropfen und Risse schmuckvoll die Haut des Mädchens, wobei die Farbe stets innerhalb einer realen Körperform existiert und diese dadurch naturnah konstituiert.
In den drei anderen Werken der Serie zeigt sich die Farbe explosionsartig von der Form befreit; Grenzen von Kopf zu Hals und Schultern sind teils nur schemenhaft durch den Farbvorhang zu erkennen. Die Pinselführung ist hier roh, experimentell und spielerisch, die Farben ziehen Kreise, bilden blasse, halbtransparente Schlieren und intensiv deckende Felder  alles findet selbstverständlich nebeneinander statt und verschmilzt zu einer Einheit.
 

Der Zusammenhang zwischen dem Ausdruck des Mädchens und der Farben- und Formenwelt, aus der sie besteht oder in die sie sich auflöst, bleibt offen. Trägt das Mädchen ihr Inneres nach außen und somit ihre Gefühle für jeden sichtbar auf ihrer Haut? Träume und Wünsche aber auch Zweifel und Unsicherheit in der Gefühlswelt des Mädchens auf dem Weg zur Frau spiegeln sich in den vielseitigen Farben und Strukturen wider.
Oder sind die menschlichen Züge nur eine Spielart des wilden Farbauftrages?
Justine Otto erzählt die Geschichten nie zu Ende, sie schafft es aber, eine faszinierende Lebendigkeit und packende Emotionalität, sowohl in den Augen der jungen Gesichter deren magischer Blick fesselt, weil er ausdrucksstark und klar, aber doch gänzlich geheimnisvoll ist — als auch in den abstrakten Passagen malerisch einzufangen.
 

Der Portraitserie, in der sich die Farbe selbst feiert, wohnt der Übergang von figurativer zu abstrakterer Malerei inne und markiert so einen markanten Wendepunkt im Œvre von Justine Otto.

 

— Christina Wigger

Celebrate colour

 

In exhibition ›Wunderwelten‹, the artist Justine Otto, who is represented in renowned museums and collections, presents a series of portraits. In some cases the portraits appears surprisingly mimetic in the distant view, but by approaching you recognise that they are abstractly broken by drastic and wild brushwork in the vicinity. As  protagonist, the artworks repeatedly show the same girl.

 

The art form of the portrait has accompanied Justine Otto in her artistic development for over ten years. After a shift of emphasis to scenic subjects, she returns to this form of representation with the series presented here, which was created at the beginning of 2016. Here, a new approach in the artist's work is evident; while the focus of older portraits was on the closeness to reality and the elaboration of the incarnation, colorfulness and the style itself are much more important today. The chosen substrate, in contrast to the canvas, offers the prerequisite of an unyielding material, which resists the tool sufficiently to create structures and gradients in a different way and to create shades by removing or loosening paint. Painting on a smooth background places colour and its composition at the centre of attention, also the element of chance gains importance in the process; the application of color is freer and serves not so much to reinforce the motif's content, but rather to celebrate its own pictorial variants.

 

In about half of the portraits, a clearly visible ductus as well as watery streaks of colour, drops and cracks decoratively adorn the girl's skin, whereby the colour always exists within a real body shape and thus constitutes it in a natural way.

In three other works of the series, colour is explosively liberated from its form; the borders from head to neck and shoulders can be seen only vaguely through the colour curtain. The brushwork is raw, experimental and playful, the colours form circles, pale, semi-transparent streaks and intensely covering fields — everything naturally takes place next to each other and merges into a unit.

 

The connection between the girl's expression and the world of colours and forms she consists of or dissolves into remains open. Does the girl carry her inner self to the outside and therefore her feelings visible for everyone on her skin? Dreams and desires but also doubts and insecurity in the girl's emotional world on her way to becoming a woman are reflected in the versatile colours and structures.

Or are these human traits just a variety of wild colours?

Justine Otto never finishes telling the stories, but she manages to capture a fascinating liveliness and gripping emotionality, both in the eyes of the young faces — whose magical gaze captivates because he is expressive and clear, but nevertheless completely mysterious — as well as in the abstract passages.

 

The series of portraits, in which colour celebrates itself represents the transition from figurative to abstract painting, marking a striking turning point in Justine Otto's oeuvre.


— Christina Wigger

Célébrer la couleur


Dans l'exposition Wunderwelten, l'artiste Justine Otto, qui est représentée dans des musées et des collections de renom, montre une série de portraits qui semblent parfois étonnamment mimétiques au loin, mais qui sont décomposés de façon abstraite au même degré par un travail de pinceau drastique et sauvage dans la proximité, montrant toujours la même fille comme protagoniste.

La forme du portrait accompagne Justine Otto dans son travail depuis plus de dix ans. Après un changement d'orientation vers les sujets scéniques, elle revient à cette forme de représentation avec la série présentée ici, qui a été créée au début de 2016. Ici, une nouvelle approche du travail de l'artiste devient apparente ; alors que les anciens portraits étaient axés sur la proximité de la réalité et l'élaboration des parties incarnées, aujourd'hui, la couleur et le style lui-même sont d'une importance beaucoup plus grande. Contrairement à la toile, le sol choisi offre la condition préalable d'un matériau indéformable qui offre une résistance suffisante à l'outil pour créer différemment des structures et des dégradés et pour créer des nuances en enlevant ou en dissolvant la peinture. La peinture sur un fond lisse place la couleur et sa composition au centre, et l'élément de hasard gagne également en importance au cours de cette opération ; l'application de la peinture est plus libre et sert moins à renforcer le contenu du motif, mais plutôt à célébrer ses propres variantes picturales.

Dans environ la moitié des portraits, un ductus bien visible, ainsi que des traînées de peinture aqueuses, des gouttes et des fissures décorent la peau de la jeune fille de manière décorative, la peinture existant toujours dans une forme corporelle réelle et la constituant ainsi proche de la nature.
Dans les trois autres œuvres de la série, la couleur est libérée de manière explosive de toute forme ; les limites de la tête au cou et aux épaules ne sont parfois que faiblement visibles à travers le rideau de couleur. Ici, le travail au pinceau est brut, expérimental et ludique ; les couleurs tournent en rond, formant des traînées pâles et semi-transparentes et des champs intensément opaques - tout se déroule naturellement les unes à côté des autres et se fond dans une unité.

Le lien entre l'expression de la jeune fille et le monde de couleurs et de formes dont elle est constituée ou dans lequel elle se dissout reste ouvert. La jeune fille la porte-t-elle à l'envers et donc ses sentiments sont-ils visibles par tous sur sa peau ? Les rêves et les souhaits, mais aussi les doutes et les insécurités dans le monde émotionnel de la jeune fille sur le point de devenir une femme se reflètent dans les nombreuses couleurs et structures différentes.
Ou bien les traits humains ne sont-ils qu'une variation de l'application sauvage de la couleur ?
Justine Otto ne raconte jamais les histoires jusqu'au bout, mais elle parvient à capter une vivacité fascinante et une émotion saisissante, tant dans les yeux des jeunes visages - dont le regard magique captive parce qu'il est expressif et clair, mais complètement mystérieux - que dans les passages abstraits de manière picturale.

Cette série de portraits, dans laquelle la couleur se célèbre, est marquée par le passage de la peinture figurative à une peinture plus abstraite et marque ainsi un tournant décisif dans l'œuvre de Justine Otto.

celebrar el color...


En la exposición Wunderwelten, la artista Justine Otto, que está representada en renombrados museos y colecciones, muestra una serie de retratos que a veces parecen sorprendentemente miméticos en la distancia, pero que se desmenuzan abstractamente en el mismo grado por un drástico y salvaje trabajo de pincelada en la proximidad, mostrando una y otra vez a la misma chica como protagonista.

La forma del retrato ha acompañado a Justine Otto en su trabajo durante más de diez años. Tras un cambio de énfasis en los temas escénicos, vuelve a esta forma de representación con la serie que se presenta aquí, que fue creada a principios de 2016. Aquí, un nuevo enfoque de la obra del artista se hace evidente; mientras que el enfoque de los antiguos retratos se centraba en la cercanía a la realidad y la elaboración de las partes encarnadas, hoy en día el colorido y el estilo en sí son de mucha mayor importancia. A diferencia del lienzo, el suelo elegido ofrece el prerrequisito de un material inflexible que ofrezca suficiente resistencia a la herramienta para crear estructuras y gradientes de manera diferente y para crear sombras quitando o disolviendo la pintura. La pintura sobre un fondo liso pone en el centro el color y su composición, y el elemento de azar también gana en importancia en el curso de esto; la aplicación de la pintura es más libre y sirve menos para reforzar el contenido del motivo, sino más bien para celebrar sus propias variantes pictóricas.

En aproximadamente la mitad de los retratos, un conducto claramente visible, así como rayas acuosas de pintura, gotas y grietas decoran la piel de la chica de forma decorativa, por lo que la pintura siempre existe dentro de una forma corporal real y por lo tanto la constituye cerca de la naturaleza.
En las otras tres obras de la serie, el color se libera explosivamente de la forma; los límites de la cabeza al cuello y los hombros son a veces sólo apenas visibles a través de la cortina de color. La pincelada aquí es cruda, experimental y juguetona; los colores corren en círculos, formando vetas pálidas y semitransparentes y campos intensamente opacos - todo tiene lugar naturalmente junto a otros y se fusiona en una unidad.

La conexión entre la expresión de la chica y el mundo de colores y formas en el que consiste o en el que se disuelve permanece abierta. ¿La chica la lleva de adentro hacia afuera y así sus sentimientos son visibles para todos en su piel? Los sueños y los deseos, pero también las dudas e inseguridades en el mundo emocional de la chica en su camino a convertirse en mujer se reflejan en los muchos colores y estructuras diferentes.
¿O los rasgos humanos son sólo una variación de la aplicación salvaje del color?
Justine Otto nunca cuenta las historias hasta el final, pero logra captar una fascinante vivacidad y una emotividad apasionante, tanto en los ojos de los jóvenes rostros -cuya mirada mágica cautiva porque es expresiva y clara, pero completamente misteriosa- como en los pasajes abstractos de manera pictórica.

Esta serie de retratos, en los que el color se celebra a sí mismo, está marcada por la transición de la pintura figurativa a la más abstracta y marca así un sorprendente punto de inflexión en la obra de Justine Otto.

Festeggiare il colore


Nella mostra Wunderwelten, l'artista Justine Otto, rappresentata in rinomati musei e collezioni, mostra una serie di ritratti che a volte appaiono sorprendentemente mimetici in lontananza, ma che sono spezzati astrattamente nella stessa misura da una drastica e selvaggia pennellata nelle vicinanze, mostrando sempre la stessa ragazza come protagonista.

La forma del ritratto ha accompagnato Justine Otto nel suo lavoro per oltre dieci anni. Dopo uno spostamento dell'accento sui soggetti scenici, torna a questa forma di rappresentazione con la serie qui presentata, che è stata creata all'inizio del 2016. Qui emerge un nuovo approccio al lavoro dell'artista; mentre il focus dei ritratti più antichi era la vicinanza alla realtà e l'elaborazione delle parti incarnate, oggi il colore e lo stile stesso sono molto più importanti. A differenza della tela, il terreno scelto offre il prerequisito di un materiale resistente che offre una resistenza sufficiente allo strumento per creare strutture e gradienti in modo diverso e per creare sfumature rimuovendo o sciogliendo la pittura. La pittura su uno sfondo liscio pone al centro il colore e la sua composizione, e anche l'elemento del caso acquista importanza nel corso di questo processo; l'applicazione della pittura è più libera e serve meno a rafforzare il contenuto del motivo, ma piuttosto a celebrare le proprie varianti pittoriche.

In circa la metà dei ritratti, un dotto ben visibile, oltre a striature acquose di pittura, gocce e crepe decorano la pelle della ragazza in modo decorativo, per cui la pittura esiste sempre all'interno di una vera e propria forma corporea e la costituisce quindi vicina alla natura.
Nelle altre tre opere della serie, il colore si libera in modo esplosivo dalla forma; i confini dalla testa al collo e alle spalle sono a volte solo debolmente visibili attraverso la cortina di colore. La pennellata qui è cruda, sperimentale e giocosa; i colori corrono in cerchio, formando striature chiare e semitrasparenti e campi intensamente opachi - tutto si svolge naturalmente l'uno accanto all'altro e si fonde in un'unità.

Rimane aperta la connessione tra l'espressione della ragazza e il mondo dei colori e delle forme di cui è fatta o in cui si dissolve. La ragazza la porta dentro e quindi i suoi sentimenti sono visibili a tutti sulla sua pelle? I sogni e i desideri, ma anche i dubbi e le insicurezze del mondo emotivo della ragazza che sta per diventare donna si riflettono nei tanti colori e nelle diverse strutture.
Oppure i tratti umani sono solo una variante dell'applicazione selvaggia del colore?
Justine Otto non racconta mai le storie fino alla fine, ma riesce a cogliere un'affascinante vivacità e un'emotività avvincente, sia negli occhi dei giovani volti - il cui sguardo magico affascina perché espressivo e chiaro, eppure completamente misterioso - sia nei passaggi astratti in maniera pittorica.

Questa serie di ritratti, in cui il colore celebra se stesso, è segnata dal passaggio dalla pittura figurativa a quella più astratta e segna così una svolta impressionante nell'opera di Justine Otto.

праздничный цвет


На выставке Wunderwelten художница Жюстин Отто, представленная в известных музеях и коллекциях, показывает серию портретов, которые иногда кажутся удивительно миметическими вдали, но абстрактно распадаются в той же степени резкой и дикой кистью вблизи, показывая одну и ту же девушку снова и снова, как главную героиню.

Форма портрета сопровождает Жюстин Отто в ее творчестве более десяти лет. После смещения акцента на живописные сюжеты, она возвращается к этой форме представления с представленным здесь сериалом, который был создан в начале 2016 года. Здесь становится очевидным новый подход к творчеству художника; если в старых портретах основное внимание уделялось близости к реальности и проработке воплощенных частей, то сегодня гораздо большее значение приобретают красочность и сам стиль. В отличие от холста, выбранный грунт является предпосылкой непреклонного материала, который обеспечивает достаточную устойчивость инструмента для создания структур и градиентов по-разному, а также для создания оттенков путем удаления или растворения краски. Живопись на гладком фоне ставит во главу угла цвет и его композицию, и в ходе этого также возрастает значение элемента случайности; нанесение краски более свободно и служит не столько для усиления содержания мотива, сколько для празднования собственных живописных вариантов.

Примерно в половине портретов хорошо заметный проток, а также водянистые полосы краски, капли и трещины декоративно украшают кожу девушки, при этом краска всегда существует в реальной форме тела и, таким образом, представляет ее близко к природе.
В трех других работах серии цвет взрывоопасно освобождается от формы; границы от головы до шеи и плеч иногда только тускло видны сквозь цветную завесу. Кисть здесь сырая, экспериментальная и игривая, цвета бегают кругами, образуя бледные, полупрозрачные полосы и интенсивно непрозрачные поля - все естественно происходит рядом друг с другом и сливается в единое целое.

Связь между выражением девушки и миром красок и форм, из которых она состоит или в которые растворяется, остается открытой. Выполняет ли девушка ее наизнанку и, таким образом, ее чувства видны всем на ее коже? Мечты и желания, а также сомнения и неуверенность в эмоциональном мире девушки на ее пути к тому, чтобы стать женщиной, находят свое отражение во множестве различных цветов и структур.
Или человеческие черты - это просто вариация дикого применения цвета?
Хустин Отто никогда не рассказывает истории до конца, но ей удается уловить завораживающую живость и захватывающую эмоциональность, как в глазах молодых лиц - чей волшебный взгляд пленяет своей выразительностью и ясностью, но в то же время совершенно загадочен, - так и в абстрактных пассажах в живописной манере.

Эта серия портретов, в которой цвет празднует сам себя, отмечена переходом от фигуративной к более абстрактной живописи и, таким образом, знаменует собой поразительный поворотный момент в творчестве Жюстин Отто.

色を謳う


有名な美術館やコレクションで活躍するアーティスト、ユスティン・オットーの「Wunderwelten」展では、遠目には驚くほど擬態的に見えることもありますが、近目には思い切ったワイルドな筆致で抽象的に分断され、同じ少女を何度も何度も主人公として見せているポートレートのシリーズが展示されています。

肖像画の形は、10年以上にわたってジャスティン・オットーの作品に付き添ってきました。風光明媚な題材に重点を置いてきた彼女は、2016年初頭に制作されたこちらのシリーズで、再びこの表現形態に戻ってきています。昔の肖像画は、現実との距離の近さや生まれつきの部分の精巧さに重点が置かれていましたが、今日では色彩やスタイルそのものがより重要視されています。キャンバスとは対照的に、選択された地面は、構造やグラデーションを異なる方法で作成し、絵具を除去したり溶解したりして陰影を作るためのツールに十分な抵抗を提供する不屈の材料の前提条件を提供しています。滑らかな背景の上に描くことで、色とその構図が中心に置かれ、その過程で偶然の要素も重要になってきます。

肖像画の約半分では、はっきりと見える管腔や水のような絵の具の筋、雫や亀裂が少女の肌を装飾的に飾っており、絵の具は常に実際の身体の形の中に存在し、それによって自然に近いものを構成しています。
他の3つの作品では、色が爆発的に形から解放され、頭から首、肩までの境界線が色のカーテン越しにぼんやりと見えることがあります。色は円を描き、淡く、半透明の筋と強烈に不透明な野原を形成しています。

少女の表現と、彼女が構成する、あるいは彼女が溶解する色や形の世界との間のつながりは、依然として開かれている。少女は自分の内面を外に持ち出し、それゆえに自分の感情が肌の上で誰にでも見えるようになっているのだろうか。夢や願いだけでなく、女性になる途中の少女の感情世界にある疑念や不安が、さまざまな色や構造に反映されています。
それとも人間の特徴は、色の野生的な応用のバリエーションに過ぎないのでしょうか?
ジャスティン・オットーは物語を最後まで語ることはないが、彼女は若い顔たちの目(その不思議なまなざしは、表現力があり、はっきりとしていて、それでいて完全に神秘的であるために人を魅了している)と、絵画的な方法で抽象的な部分の両方で、魅力的な活気と心をつかむような感情を捉えている。

この肖像画のシリーズは、色がそれ自体を称え、具象画からより抽象的な絵画への移行が特徴で、ジャスティン・オットーの作品の中でも特に印象的な転換点となっています。

Celebrate colour

着色


在展览 "Wunderwelten "中,艺术家Justine Otto的代表作是著名博物馆和收藏品,他展示了一系列肖像画,这些肖像画有时在远处显得出人意料的拟态,但在近处却被急剧而狂野的笔触打破了同样程度的抽象,一次又一次地将同一个女孩作为主角展现出来。

肖像的形式伴随着贾斯廷-奥托的工作已经有十几年了。在重心转向景物题材后,她又重新回到这种表现形式,这里呈现的系列作品是2016年初创作的。在这里,艺术家的新的创作方法变得明显;旧式肖像画的重点是贴近现实和对肉身部分的精心设计,而今天,色彩的丰富性和风格本身则显得更为重要。与画布相比,所选择的地面提供了一个不屈服的材料的前提,它为工具提供了足够的阻力,可以创造不同的结构和梯度,并通过去除或溶解涂料来创造阴影。在光滑的背景上作画,将色彩及其构图置于中心位置,偶然性的因素也在此过程中获得了重要性;颜料的应用更加自由,其作用不是为了强化图案的内容,而是为了颂扬其自身的绘画变体。

在大约一半的肖像画中,清晰可见的导管,以及水状的颜料条纹、水滴和裂纹,以一种装饰性的方式装饰着女孩的皮肤,据此,颜料始终存在于真实的身体形态之中,从而构成了接近自然的形态。
在该系列的其他三件作品中,色彩被爆炸性地从形式中解放出来,从头部到颈部、肩部的界限有时只能透过色幕隐约可见。这里的笔触是原始的、实验性的、俏皮的;色彩以圆圈的方式运行,形成苍白的、半透明的条纹和强烈不透明的领域--一切都自然而然地相互发生,并融合成一个统一体。

女孩的表达与她所构成的或她所溶入的色彩和形式的世界之间的联系仍然是开放的。姑娘是否将自己的内心带入到了外面,从而她的感情在她的皮肤上人人可见?梦想和愿望,但同时也是女孩在成才路上情感世界中的疑惑和不安,在众多不同的色彩和结构中得到了体现。
或者说,人类的特征只是色彩的野性应用的变异?
贾丝汀-奥托从来没有把故事讲到底,但她成功地捕捉到了一种迷人的活泼和抓人的情感,无论是年轻面孔的眼睛--他们神奇的目光吸引人,因为它富有表现力,清晰而又完全神秘--还是抽象的段落,都以画家的方式呈现。

这一系列的肖像画,以色彩来赞美自己,标志着从具象绘画到更多的抽象绘画的过渡,从而标志着Justine Otto作品中一个引人注目的转折点。

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