Lachenmann Art

Symbiose

›Symbiose‹ in Zürich und Konstanz

›Symbiose‹ von Zürich und Konstanz


Die in Deutschland und in der Schweiz parallel stattfindenden Ausstellungen bieten den Interessenten mit nur einer Stunde Entfernung voneinander die einzigartige Möglichkeit, beide Segmente gleichsam zu besuchen: 

Die Galerie Lachenmann Art zeigt Arbeiten des in Berlin lebenden Künstlers Lars Teichmann in der Einzelausstellung ›Symbiose‹ vom 10.9. – 05.11.2016 in ihren Räumlichkeiten am Bodensee. 

Ab dem 30. September kann die parallel stattfindende mehrmonatige Einzelausstellung von Lars Teichmann in den historischen Räumen des neu eingeweihten Satellite Office Business & Conference Center auf der Bahnhofsstraße in Zürich besucht werden. 

 

Ausstellungsdauer und Öffnungszeiten: 

30.09.2016 — 14.05.2017

Montag–Freitag 10–17 Uhr sowie nach Vereinbarung.

Adresse:

Satellite Office, Bahnhofstrasse 10/Börsenstrasse 18, CH-8001 Zürich. Telefon: +41 43 456 25 00. Der Eingang zum Gebäude befindet sich in der Börsenstrasse vis-á-vis der Schweizerischen Nationalbank. 

Symbiosis' between Zurich and ConstanceThe ›Symbiosis'‹ between Zurich and Constance


Parallel exhibitions in Germany and

Switzerland offer those interested the unique opportunity to visit both segments at a distance of only one hour from each other:

Galerie Lachenmann Art is showing works by Berlin-based artist Lars Teichmann in the solo exhibition'Symbiosis' from 10.9. - 05.11.2016 in its premises on Lake Constance.

From September 30, Lars Teichmann's solo exhibition lasting several months can be visited in parallel in the historical rooms of the newly inaugurated Satellite Office Business & Conference Center on Bahnhofsstraße in Zurich.


Exhibition duration and opening hours:

30.09.2016 — 14.05.2017

Monday-Friday 10-17 h and by appointment.

Address:

Satellite Office, Bahnhofstrasse 10/Börsenstrasse 18, CH-8001 Zurich. Telephone: +41 43 456 25 00 The entrance to the building is on Börsenstrasse opposite the Swiss National Bank.

Installation View, Symbiose, Lars Teichmann, 2016 @Lachenmann Art
Installation View, Symbiose, Lars Teichmann, 2016 @Lachenmann Art
Installation View, Symbiose, Lars Teichmann, 2016 @Lachenmann Art
Installation View, Symbiose, Lars Teichmann, 2016 @Lachenmann Art
Installation View, Symbiose, Lars Teichmann, 2016 @Lachenmann Art
Installation View, Symbiose, Lars Teichmann, 2016 @Lachenmann Art
Symbiose Lars Teichmann Lachenmann Art Konstanz Zürich
Installation View, Symbiose, Lars Teichmann, 2016 @Lachenmann Art
Installation View, Symbiose, Lars Teichmann, 2016 @Lachenmann Art
Installation View, Symbiose, Lars Teichmann, 2016 Lachenmann Art @ Satellite Office Zürich
Installation View, Symbiose, Lars Teichmann, 2016 Lachenmann Art @ Satellite Office Zürich
Installation View, Symbiose, Lars Teichmann, 2016 Lachenmann Art @ Satellite Office Zürich
Installation View, Symbiose, Lars Teichmann, 2016 Lachenmann Art @ Satellite Office Zürich
Installation View, Symbiose, Lars Teichmann, 2016 Lachenmann Art @ Satellite Office Zürich
Symbiose Lars Teichmann Lachenmann Art Konstanz Zürich
Symbiose Lars Teichmann Lachenmann Art Konstanz Zürich

Symbiose

Selected works by / ausgewählte Arbeiten von

Lars Teichmann
10.9.—05.11.2016

›Symbiose‹ 

Von vielen, die ihre Jugend mit Spraydosen und Graffiti verbringen, erwartet man nicht zwingend, dass sie eines Tages Malerei studieren und ihr Name ein fester Begriff in der internationalen zeitgenössischen Kunst wird. Ob es jemand von Lars Teichmann (Jahrgang 1980) erwartet hat, ist schwer zu sagen, aber beides stimmt: nach einer Jugend mit Graffiti und Zeichnungen begann er im Alter von 21 Jahren, an der Universität der Künste in Berlin Malerei zu studieren. Unter den wenigen Büchern, die er 2002 von Chemnitz nach Berlin mitnahm, befand sich „Der Bammes“, ein Lehrbuch zur Künstleranatomie, welches die zeichnerische Gestaltung von Körperausdruck, Haltung und Bewegung beschreibt. [International bekannt wurde Gottfried Bammes (1920-2007), Professor für Künstleranatomie an der Hochschule für Bildende Künste in Dresden, 1964 mit dem Hand- und Lehrbuch für Künstler „Die Gestalt des Menschen“, das unter anderem in der DDR zum schönsten Buch des Jahres gekürt wurde (vgl. Börnicke, Reimar, 2007). Es wurde in verschiedene Sprachen übersetzt und gilt als zeitloses Standardwerk.]

Bis heute beschäftigt Lars Teichmann der Gedanke, dass handwerkliches Können (als Resultat gesehen, unabhängig davon, auf welchem Weg erarbeitet) die Grundlage für künstlerisches Schaffen ist: „Es ist auch von Vorteil, Fahrrad fahren zu können, wenn man ein Motorrad besteigen möchte.“ Und etwas weniger salopp gestaltet sich der Vergleich zur Musik: wenn die technische Grundlage, die Beherrschung des Instrumentes zugrunde liegt, beginnt die Interpretation, die Verfremdung, die Abstraktion – der künstlerische Ausdruck. Je weniger man weiß und kennt, desto weniger kann man verwenden; je mehr man gesehen, gelernt, begriffen, sich erarbeitet hat, desto mannigfaltiger die Möglichkeiten.
In Lars Teichmanns Werken klingen Bezüge zu Gemälden früherer Epochen an, er findet Inspiration in Kostümbüchern, auf historischen Photographien, in Romanen. Die dargestellten Figuren sind auf Teichmanns Leinwand oft größer als der Betrachter selbst, sie verharren in herrschaftlichen Posen, in ruhiger Haltung oder zu Pferd, sie tanzen und blicken uns gesichtslos entgegen. Der Künstler offeriert dem individuellen sowie kollektiven Bildgedächtnis eine neue Art der Wahrnehmung, lenkt den Blick auf reduzierte und schnörkellose Leinwände, die in ihrer Komposition einen so starken Ausdruck haben, dass sie gänzlich ohne überflüssige Attribute auskommen. 


Von 2002 bis 2008 studierte Lars Teichmann Bildende Kunst bei Prof. Wolfgang Petrick und Prof. Daniel Richter an der UDK Berlin. 2006 war er dort Meisterschüler bei Prof. Valérie Favre. Zahlreiche Einzel- sowie Gruppenausstellungen fanden bereits während des Studiums statt und führten ihn in den folgenden Jahren nach Mailand, Modena, Prag, Poznan, auf die 54. Biennale nach Venedig, München und viele weitere Orte. Seine Werke sind in öffentlichen sowie namhaften privaten Sammlungen zu finden; beispielhaft seien hier die SØR Rusche Sammlung, die Benetton-Foundation, die Berlinische Galerie, die Collezione Euromobil die Falze di Piave genannt.

Eine besonders große Freude war es vor zwei Jahren für unsere Galerie Lachenmann Art, dass Lars Teichmanns Arbeiten bei der Ausstellung „The Grand Opening“ zur Galerieeröffnung in Konstanz zu sehen waren. Seitdem verbindet uns eine enge Zusammenarbeit und Freundschaft, die wir mit der Einzelausstellung „Symbiose“ feiern möchten. Die zehnte Ausstellung in unserer Galerie in Konstanz verbindet sich symbiotisch mit der ersten Ausstellung im Satellite Office in Zürich; die in Deutschland und in der Schweiz parallel stattfinden Ausstellungen sind inhaltlich miteinander verbunden und ergänzen sich auf eindrückliche Weise. Beide Segmente hinterfragen die Schwerpunkte im Werk von Lars Teichmann auf eine Art, wie sie sonst nur in Museen möglich ist.


Mein herzlicher Dank gilt an dieser Stelle Anita Gödiker und ihrem Team vom Satellite Office Business & Conference Center sowie dem Schweizer Kunstsammler Michele Martucci, mit denen die Zusammenarbeit eine große Freude und Inspiration ist. Eine Ausstellung solchen Umfangs an zwei Orten in zwei Länder vorzubereiten und zu organisieren, bedarf der Hilfe vieler weiterer Hände und Köpfe. Bei uns vor Ort in Konstanz bin ich Christina Wigger und Theresa Brauer für die engagierte Mitarbeit in allen Bereichen der Galerie sehr verbunden, Annette Apel aus Berlin verdanken wir die eindrucksvollen Photographien der Werke des Künstlers. Lars Teichmann selbst danke ich für sein Vertrauen, seine erfrischende und angenehme Art sowie die phantastische Zusammenarbeit.

Unser aller Engagement und unsere Begeisterung ließen und lassen uns zusammen wachsen sowie zusammenwachsen, eine außerordentliche Einheit bilden und eine – Symbiose.

— Juliane Lachenmann

›Symbiosis‹

Many who spend their youth with spray cans and graffiti are not necessarily expected one day to study painting and their name to become a household name in international contemporary art. Whether someone expected it from Lars Teichmann (born in 1980) is hard to say, but both is true: after a youth with graffiti and drawings he began to study painting at the age of 21 at the University of the Arts in Berlin. Among the few books he took with him from Chemnitz to Berlin in 2002 was "Der Bammes", a textbook on artist anatomy that describes the graphic design of body expression, posture and movement. Gottfried Bammes (1920-2007), professor of artist anatomy at the Academy of Fine Arts in Dresden, became internationally known in 1964 with the handbook and textbook for artists "Die Gestalt des Menschen", which was voted the most beautiful book of the year in the GDR (cf. Börnicke, Reimar, 2007). It has been translated into several languages and is considered a timeless standard work].

To this day, Lars Teichmann is concerned with the idea that craftsmanship (seen as a result, regardless of how it is developed) is the basis for artistic creation: "It is also an advantage to be able to ride a bicycle if you want to climb a motorcycle". And the comparison to music is somewhat less casual: when the technical basis, the mastery of the instrument, begins the interpretation, the alienation, the abstraction - the artistic expression. The less you know and know, the less you can use; the more you have seen, learned, understood, worked out, the more varied the possibilities.
Lars Teichmann's works are reminiscent of paintings from earlier epochs; he finds inspiration in costume books, in historical photographs, in novels. The figures depicted on Teichmann's canvas are often larger than the viewer himself, they remain in stately poses, in a calm posture or on horseback, they dance and look at us facelessly. The artist offers both individual and collective visual memory a new way of perception and directs the viewer's gaze to reduced and unembellished canvases, which have such a strong expression in their composition that they do without superfluous attributes.


From 2002 to 2008 Lars Teichmann studied fine arts with Prof. Wolfgang Petrick and Prof. Daniel Richter at the UDK Berlin. In 2006 he was a master student of Prof. Valérie Favre. Numerous solo and group exhibitions already took place during his studies and led him in the following years to Milan, Modena, Prague, Poznan, to the 54th Biennale in Venice, Munich and many other places. His works can be found in public and well-known private collections, such as the SØR Rusche Collection, the Benetton Foundation, the Berlinische Galerie, the Collezione Euromobil and the Falze di Piave.

It was a particular pleasure for our Galerie Lachenmann Art two years ago that Lars Teichmann's works could be seen at the exhibition "The Grand Opening" at the opening of the gallery in Constance. Since then, we have enjoyed close cooperation and friendship, which we would like to celebrate with the solo exhibition "Symbiosis". The tenth exhibition in our gallery in Constance is symbiotically linked to the first exhibition in the Satellite Office in Zurich; the parallel exhibitions in Germany and Switzerland are linked in content and complement each other in an impressive way. Both segments question the focus of Lars Teichmann's work in a way that is otherwise only possible in museums.


I would like to take this opportunity to thank Anita Gödiker and her team from the Satellite Office Business & Conference Center and the Swiss art collector Michele Martucci, with whom the collaboration is a great pleasure and inspiration. Preparing and organising an exhibition of this size in two locations in two countries requires the help of many more hands and heads. Here in Constance I am very grateful to Christina Wigger and Theresa Brauer for their dedicated work in all areas of the gallery. We owe Annette Apel from Berlin the impressive photographs of the artist's works. I thank Lars Teichmann himself for his confidence, his refreshing and pleasant manner as well as the fantastic cooperation.

All our commitment and enthusiasm let us grow together and grow together, form an extraordinary unity and a symbiosis.

— Juliane Lachenmann


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