Lachenmann Art

Reifenberg

Reifenberg, Gabriele Tergit 33, 2018, Plastiktüte und Scotch tape, 129 x 88cm, Photocredits Wolfram Ziltz
Reifenberg, Bronislaw Huberman, 2018, Plastiktüte und Scotch tape, 110 x 80cm, Photocredits Wolfram Ziltz
Reifenberg, Benno, 2018, Plastiktüte und Scotch tape, 54 x 34cm, Photocredits Wolfram Ziltz
Reifenberg, Walter Benjamin, 2007, Plastiktüte und Scotch tape, 103 x 82cm, Photocredits Wolfram Ziltz
Reifenberg, Untitled with a Bag (long), 2017, Plastiktüte und Scotch tape, 176 x 26cm, Photocredits Wolfram Ziltz
Reifenberg, White Trash (with handle I), 2016, Plastiktüte und Scotch tape, 134 x 56cm, Photocredits Wolfram Ziltz
Reifenberg, American Oilfield, 2016, Plastiktüte und Scotch tape, 40 x 69cm, Photocredits Wolfram Ziltz
Reifenberg, Oileye, 2016, Plastiktüte und Sotch tape, 244 x 244cm, Photocredits Wolfram Ziltz
Reifenberg, Oil Spill, 2010, Plastiktüte und Scotch tape, 93 x 120cm, Photocredits Wolfram Ziltz
Reifenberg, Arabian Oilfield, 2016, Plastiktüte und Scotch tape, 64 x 46cm, Photocredits Wolfram Ziltz, Photocredits Wolfram Ziltz
Reifenberg, Untitled 161214, 2014, Plastiktüte und Scotch tape, 152 x 271cm, Photocredits Wolfram Ziltz
Reifenberg, Untitled with White, 2015, Plastiktüte und Scotch tape, 191 x 275 x 16cm, Photocredits Wolfram Ziltz
Reifenberg, Untitled 011210, 2010-2016, Plastiktüte und Scotch tape, 130 x 200cm, Photocredits Wolfram Ziltz
Reifenberg, Untitled 100415, 2015, Plastîktüte und Scotch tape, 130 x 200cm, Photocredits Wolfram Ziltz
Reifenberg, Untitled with red square, 2016, Plastiktüte und Sotch tape, 56 x 92cm, Photocredits Wolfram Ziltz

Reifenberg's Solo Exhibition at Lachenmann Art: Garbage Matters

Reifenberg lives and works in Berlin

born in 1960 in Haifa, Israel

Solo Exhibitions (Selection)

2018   Garbage Matters, Lachenmann Art, Frankfurt, DE

2015   Untitled, Pavouk, Berlin, DE

2013   Untitled Fruits, Marc Schmidt, Berlin, DE
2010   ResteRechte, Hohenthal & Bergen, Berlin, DE

2009  See How You Feel, Maddox Arts, London, UK

2007   Bag Academy, mack B projects, Sarasota/Florida, US

2007   Bag Base, Hohenthal & Bergen, Berlin, DE

2006   Bags of Bags, Moving in, Berlin, DE

2006   Question of Balance, Atelierhaus Karpathos, GR

2005   Please keep cool, Please keep cool, Lyon, FR

2004   Recycling Modern Art, Nathan Bernstein, New York, US

2004   Israelischer Wald, Bananapark, Landau, DE

2004   Recycling Modern Art, GDK, Berlin, DE

2002   Holy Night, Noisy Night, Podewil, Berlin, DE

2002   Flowers for Flori, Halle LinX, Berlin, DE

2000   Insulapeninsula, Italienisches Kulturinstitut, Berlin, DE

1998    A Cave with a View, Gartner’s room, Berlin, DE

1997    Art event to remember Crystal, Night November 9th, 1938 Berlin, DE

1997    Abwuste, Umweltbundesamt, Berlin, DE

1997    Die Reiserie, Central Station, Stuttgart, DE

1994   Sex & Vier, Schwules Museum, Berlin, DE

1993   Rebel, Herzelia Museum, Tel-Aviv, IL

1992   Rabitrabi, Kunstuck Galerie, Hamburg, DE

1988   For GoliathGalerie Klaus Lea, München, DE

1988   Paintings, Galerie Krochmalkit, München, DE

1988   Works, Galerie Stahl, Starnbergersee, München, DE

Group Exhibitions (Selection)

2015   Rose is a Rose is a Rose, Berlin, DE

2015   Green Bag – Movement, Nachahmung Empfohlen!, Museo Metropolitano, Lima, PE

2014   Green Bag – Movement, Nachahmung Empfohlen!, Stiftung Zollverein, Essen, DE

2014   dotLand, Peninsula, Berlin, DE

2014   Musraramix, Jerusalem, IL

2014   Natura Naturata, WiE gallery, Berlin, DE

2014   Conjunction, Greenhous, Berlin, DE

2013   Green Bag – Movement, Nachahmung Empfohlen!, Capilla del Arte UDLAP, MX

2013   Green Bag – Movement, Nachahmung Empfohlen!, Marta Traba

Sao Paulo, BRA

2013   Green Bag – Pool, MUDAC, Lausanne, CH

2012   Memory of Present, coup de des, Berlin, DE

2011    Cavemanread, project eXodus, Kulturzentrum, Krefeld, DE

2010   Untitled 12.10, Drap Art, CCCB, Barcelona, ES

2010   Preparing the Canvas, Lodz biennale 2010, Lodz, PL

2009  Connect Gallery, Will, CH

2008  Summer Show, Maddox Art, London, UK

2007   Rag-Bag, art goes Heiligendamm, Rostock, DE

2007   Schwebende Stelen, Werkstatt der Kulturen, Berlin, DE

2005   Paradise Now or Tomorrow, Teatro Marceool, Rome, IT

2005   Schwebende Stelen, Galerie Mathias Kampl, Berlin, DE

2003   Das Recht des Bildes, Bochum Museum, Bochum, DE

2003   Toraporte, Sinajoes Roma, Rome, IT

2001    Thousand Bags Symphony, Cork, IE

2001    XXI Rougier & Plé, Paris, FR

2000   Flower Tears, Landwork, Artists Museum Lodz, Lodz, PL

2000   Millefleurs, Picture Show Gallery, Berlin, DE

1999    Reifies line, Galerie Siret, Palais Royal, Paris, FR

1999    Lokal – Lo Kal, Centre Cultural Francais, Haifa, IL

1998    Stern der Erlösung, Davka, Berlin, DE

1995    Oikos & Eigenbau, Berlin, DE

1995    Sally Can Dance, SMart Art Space, Amsterdam, NL

1993    Cabinet d’ami, Ruimte Morgen, Antwerpen, BE

1992    7, Jüdische Museum, Jüdisches Museum Berlin, DE

1991    Heimat Stunde, Italienisches Kultur Zentrum, Berlin, DE

1987    Diagolo, Bologna, IT

1986    Der Schloss with Ro Reinstadt, Schloss Gauting, München, DE

Reifenberg studierte Philosophie der Ästhetik bei Gideon Ofrat in Tel-Aviv. Er verließ das Land während des Libanon-Krieges 1982 und bereiste Europa, Thailand und die Vereinigten Staaten von Amerika. Nachdem er längere Zeiträume in London, Bergen (Norwegen) und Amsterdam verbracht hatte, entschied er sich für Berlin als neuen festen Wohnsitz. Er ist Nachfahre einer prominenten ursprünglich Berliner jüdischen Familie und nicht nur mit Benno Reifenberg, dem früheren Herausgeber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, sondern auch mit der Journalistin und Schriftstellerin Gabriele Tergit verwandt.

In der Ausstellung ›Garbage Matters‹ zeigt der in Israel geborene Künstler Reifenberg Arbeiten, die aus Hunderten und Tausenden von manuell verkleinerten Plastiktüten-Fragmenten bestehen. Aus großer Entfernung betrachtet, könnten die Arbeiten den Eindruck eines Gemäldes erwecken, bei näherer Ansicht erkennt der Betrachter die durch hochwertiges Scotch-tape zusammengefügten kleinen Plastikschnipsel. 


Mit Reifenbergs Familie sowie berühmter weiterer Personen beschäftigt sich ein separater Raum der Ausstellung ›Garbage Matters‹. Hier warten in ruhiger und geschützter Atmosphäre Portraits der oben Genannten auf den Galeriebesucher. Ich sitze mit dem Künstler Reifenberg auf zwei Holzstühlen zwischen ihnen und wir sprechen über die Gesichter und die Geschichten der Personen, deren Abbilder auf einzigartige Art und Weise aus unzähligen Plastiktüten-Schnipseln von Reifenberg zusammengefügt, modelliert und erschaffen worden sind.


Die einzige Dame in der Runde ist die lächelnde Gabriele Tergit. Als Elise Hirschmann 1894 in Berlin geboren, studierte sie Geschichte, Philosophie und Soziologie in Berlin, Heidelberg, München und Frankfurt am Main; dort promovierte sie 1923. Als Studentin begann sie, unter dem Pseudonym Gabriele Tergit zu veröffentlichen. Sie heiratete ein paar Jahre danach den Architekten Heinz Reifenberg, bekam einen Sohn und etablierte sich u.a. als Gerichtsreporterin. Im Zuge dessen sah sie den ersten Prozess gegen Adolf Hitler und Joseph Goebbels mit an und wurde aufgrund der Reportage und weiterer Artikel direkt auf die Gegnerliste der Nazis gesetzt. Nach einem fehlgeschlagenen Überfall der NSDAP auf die Wohnung der Familie Reifenberg in Berlin floh diese über die Tschechoslowakei nach Palästina und verbrachte den Rest ihres Lebens im Exil.

Benno Reifenberg, Träger des Großen Verdienstkreuzes der Bundesrepublik Deutschland, der Goethe-Plakette, der Ehrenplakette und des Goethepreises der Stadt Frankfurt am Main war seit 1959 Mitherausgeber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ). Bereits 1919 trat er in die Redaktion der Frankfurter Zeitung ein, war Ende der 1920er Jahre für das Feuilleton verantwortlich, hielt sich danach für zwei Jahre als Korrespondent in Paris auf und leitete bis 1943 die Politredaktion der damaligen ›FZ‹. Nach Kriegsende arbeiteten Benno Reifenberg und Andere zunächst wirkungslos an einer Wiedergründung der Zeitung, woraufhin er von 1945-1958 als Herausgeber der Zeitung ›Die Gegenwart‹ wirkte, bis diese 1958 in der FAZ aufging. Benno Reifenberg war nicht nur Journalist, Kunstkritiker und Schriftsteller, sondern galt auch als einer der tonangebenden Publizisten in Deutschland.

Bronislaw Huberman war ein hoch angesehener jüdischer Violinist, das Wunderkind seiner Zeit, der Anfang der 1880er Jahre in Polen das Licht der Welt erblickte. Er musizierte mit Pablo Casals, Ignaz Friedman und Wilhelm Furtwängler, gründete 1935 das Palestine Orchestra, aus welchem sich später das Isrealic Philharmonic Orchestra entwickelte. Seine Stradivari-Violine Gibson x Huberman, welche ihm zu Lebzeiten zweimal gestohlen wurde, wird heute von Joshua Bell gespielt.

Walter Benjamin wurde 1892 in Berlin als erstes Kind einer assimiliert-jüdische Familie geboren, war ein deutscher Philosoph und Kulturkritiker sowie Übersetzer der Werke von Marcel Proust, Charles Baudelaire und Honoré de Balzac. Er studierte Germanistik, Philosophie und Kunstgeschichte in Freiburg und Berlin, promovierte 1919 in Bern und ging 1923/24 mit dem Wunsch nach Frankfurt am Main, dort zu habilitieren. In Frankfurt traf er Theodor W. Adorno (deren Briefwechsel noch erhalten ist) und weitere Mitglieder der ›Frankfurter Schule‹ und lieferte bedeutende Beiträge an das Institut zur Sozialforschung der Johann Wolfgang Goethe Universität.

Das verbindende Element zwischen den Arbeiten, welche die Portraits und jenen, die mit Plastik verschmutzte Meere und Müllhalden zeigen, ist zum einen der Künstler und zum anderen die unnachahmliche Technik, die er über viele Jahre hinweg weiterentwickelt und perfektioniert hat. Wir wollen auf die konsequente Zerstörung unserer eigenen Existenzgrundlage, einer gesunden und intakten Natur, hinweisen und tun dies mit der Präsentation einer herausragenden künstlerischen Position.


— Juliane Lachenmann

Reifenberg studied the philosophy of aesthetics with Gideon Ofrat in Tel-Aviv. He left the country during the Lebanon War in 1982 and went to Europe, Thailand and the United States of America. After spending long periods of time in London, Bergen (Norway) and Amsterdam, he decided to settle in Berlin. He is the descendant of a prominent Jewish family originally from Berlin and is related not only to Benno Reifenberg, the former editor of the Frankfurter Allgemeine Zeitung, but also to the journalist and writer Gabriele Tergit.

In the exhibition ›Garbage Matters‹, the Israeli-born artist Reifenberg shows works consisting of hundreds and thousands of manually cut-out plastic bag fragments. Viewed from a great distance, the works could give the impression of a painting; on closer look, the beholder sees the small plastic snippets are joined together by high-quality scotch tape just like brushstrokes.


Reifenberg‘s family and other famous people are the subject of a separate room in the exhibition. Here, their portraits await the gallery visitor in a quiet and protected atmosphere. I sit with the artist Reifenberg on two wooden chairs and we talk about the faces and the stories of the people whose images have been gathered there, modelled and created by Reifenberg in the same unique way from countless plastic bag snippets.

 

The only lady in the group is the smiling Gabriele Tergit. Born Elise Hirschmann in Berlin in 1894, she studied history, philosophy and sociology in Berlin, Heidelberg, Munich and Frankfurt am Main, where she received her doctorate in 1923. As a student she began publishing under the pseudonym Gabriele Tergit. A few years later she married the architect Heinz Reifenberg, had a son and established herself as a court reporter. In the course of this she witnessed the first trial of Adolf Hitler and Joseph Goebbels and due to her reportage and other articles was put directly on the Nazi list of opponents. After a failed attack on the Reifenberg family’s apartment in Berlin by the NSDAP, they fled via Czechoslovakia to Palestine and spent the rest of their lives in exile.

Benno Reifenberg, winner of the Grand Cross of Merit of the Federal Republic of Germany, the Goethe Plaque, the Plaque of Honour and the Goethe Prize of the City of Frankfurt am Main, was co-editor of the Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) from 1959. He joined the editorial staff of the Frankfurter Zeitung as early as 1919, was responsible for the Feuilleton at the end of the 1920s, then spent two years as a correspondent in Paris and headed the political editorial office of the then ›FZ‹ until 1943. After the war ended, Benno Reifenberg and others worked initially ineffectively on re-founding the newspaper, whereupon he served as editor of the newspaper ›Die Gegenwart‹ from 1945 to 1958, until it merged with the FAZ in 1958. Benno Reifenberg was not only a journalist, art critic and writer, but was also one of the leading publicists in Germany.

Bronisław Huberman was a highly respected Jewish violinist, the prodigy of his time, who came into the world in Poland in the early 1880s. He played with Pablo Casals, Ignaz Friedman and Wilhelm Furtwängler and founded the Palestine Orchestra in 1935, which later developed into the Isreal Philharmonic Orchestra. His Stradivarius violin Gibson ex Huberman, which was stolen twice during his lifetime, is now played by Joshua Bell.

Walter Benjamin was born in Berlin in 1892 as the first child of an assimilated Jewish family. He was a German philosopher, cultural critic and translator of the works of Marcel Proust, Charles Baudelaire and Honoré de Balzac. He studied German language and literature, philosophy and art history in Freiburg and Berlin, received his doctorate in Bern in 1919 and went to Frankfurt am Main in 1923/24 hoping to reside there. In Frankfurt he met Theodor W. Adorno (whose correspondence is still preserved) and other members of the ›Frankfurter Schule‹ and made important contributions to the Institute for Social Research at Johann Wolfgang Goethe University.

The connecting element between the works, which show the portraits, the seas polluted with plastic and then the garbage dumps, is on the one hand the artist and on the other the inimitable technique which he has developed and perfected over many years. We must point out the consistent destruction of our own basis of existence, a healthy and intact nature, and do this with the presentation of an outstanding artistic position.

— Juliane Lachenmann

Reifenberg a étudié la philosophie de l'esthétique avec Gideon Ofrat à Tel-Aviv. Il a quitté le pays pendant la guerre du Liban en 1982 et a voyagé à travers l'Europe, la Thaïlande et les États-Unis d'Amérique. Après avoir passé de longues périodes à Londres, Bergen (Norvège) et Amsterdam, il a choisi Berlin comme nouvelle résidence permanente. Il est le descendant d'une éminente famille juive originaire de Berlin et est lié non seulement à Benno Reifenberg, l'ancien rédacteur en chef du Frankfurter Allgemeine Zeitung, mais aussi au journaliste et écrivain Gabriele Tergit.

Dans l'exposition "Garbage Matters", l'artiste d'origine israélienne Reifenberg montre des œuvres composées de centaines et de milliers de fragments de sacs plastiques réduits manuellement. Vues de loin, les œuvres pourraient donner l'impression d'un tableau, mais en y regardant de plus près, le spectateur reconnaît les petits fragments de plastique reliés entre eux par un ruban adhésif de haute qualité.


Une salle séparée de l'exposition "Garbage Matters" est consacrée à la famille de Reifenberg et à d'autres personnes célèbres. Ici, les portraits des personnes mentionnées ci-dessus attendent le visiteur de la galerie dans une atmosphère calme et protégée. Je suis assis avec l'artiste Reifenberg sur deux chaises en bois entre eux et nous parlons des visages et des histoires des personnes dont les images ont été assemblées, modelées et créées de façon unique à partir d'innombrables morceaux de sacs en plastique par Reifenberg.


La seule dame du groupe est la souriante Gabriele Tergit. Née Elise Hirschmann à Berlin en 1894, elle a étudié l'histoire, la philosophie et la sociologie à Berlin, Heidelberg, Munich et Francfort-sur-le-Main, où elle a obtenu son doctorat en 1923. En tant qu'étudiante, elle a commencé à publier sous le pseudonyme de Gabriele Tergit. Quelques années plus tard, elle épouse l'architecte Heinz Reifenberg, a un fils et s'établit comme sténographe judiciaire, entre autres. Au cours de cette période, elle a assisté au premier procès contre Adolf Hitler et Joseph Goebbels et a été placée directement sur la liste des opposants nazis en raison du rapport et d'autres articles. Après un raid nazi raté sur l'appartement de la famille Reifenberg à Berlin, la famille Reifenberg a fui en Palestine via la Tchécoslovaquie et a passé le reste de sa vie en exil.

Benno Reifenberg, titulaire de la Grande Croix du Mérite de la République fédérale d'Allemagne, de la plaque Goethe, de la plaque d'honneur et du prix Goethe de la ville de Francfort-sur-le-Main, a été coéditeur du Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) à partir de 1959. Il rejoint la rédaction du Frankfurter Zeitung dès 1919, est responsable des pages de fond à la fin des années 1920, puis passe deux ans comme correspondant à Paris et dirige la section politique du FZ de l'époque jusqu'en 1943. Après la fin de la guerre, Benno Reifenberg et d'autres ont d'abord travaillé sans succès à la refondation du journal. Il a ensuite été rédacteur en chef du journal "Die Gegenwart" de 1945 à 1958, jusqu'à son absorption par la FAZ en 1958. Benno Reifenberg était non seulement journaliste, critique d'art et écrivain, mais il était également considéré comme l'un des plus grands publicistes d'Allemagne.

Bronislaw Huberman était un violoniste juif très respecté, le prodige de son temps, qui a vu le jour en Pologne au début des années 1880. Il a joué avec Pablo Casals, Ignaz Friedman et Wilhelm Furtwängler, et a fondé en 1935 l'Orchestre de Palestine, qui est devenu plus tard l'Orchestre philharmonique d'Israël. Son violon Stradivarius Gibson x Huberman, qui lui a été volé à deux reprises au cours de sa vie, est maintenant joué par Joshua Bell.

Walter Benjamin est né à Berlin en 1892, premier enfant d'une famille juive assimilée. Il est philosophe et critique culturel allemand, ainsi que traducteur des œuvres de Marcel Proust, Charles Baudelaire et Honoré de Balzac. Il étudie la langue et la littérature allemandes, la philosophie et l'histoire de l'art à Fribourg et Berlin, obtient son doctorat à Berne en 1919 et se rend à Francfort-sur-le-Main en 1923/24 avec le souhait d'y être habilité. À Francfort, il a rencontré Theodor W. Adorno (dont la correspondance est toujours conservée) et d'autres membres de l'"École de Francfort" et a apporté une contribution importante à l'Institut de recherche sociale de l'université Johann Wolfgang Goethe.


L'élément de liaison entre les œuvres qui montrent les portraits et celles qui montrent les mers et les décharges polluées par le plastique est d'une part l'artiste et d'autre part la technique inimitable qu'il a développée et perfectionnée au fil des ans. Nous voulons mettre en évidence la destruction constante de nos propres moyens de subsistance, d'une nature saine et intacte, et nous le faisons en présentant une position artistique exceptionnelle.


— Juliane Lachenmann

Reifenberg estudió filosofía de la estética con Gideon Ofrat en Tel Aviv. Abandonó el país durante la guerra del Líbano en 1982 y viajó por Europa, Tailandia y los Estados Unidos de América. Después de pasar largos períodos de tiempo en Londres, Bergen (Noruega) y Amsterdam, eligió Berlín como su nueva residencia permanente. Es descendiente de una prominente familia judía originaria de Berlín y está emparentado no sólo con Benno Reifenberg, el antiguo editor del Frankfurter Allgemeine Zeitung, sino también con la periodista y escritora Gabriele Tergit.

En la exposición "La basura importa", el artista israelí Reifenberg muestra obras que consisten en cientos y miles de fragmentos de bolsas de plástico reducidas manualmente. Vistas desde la distancia, las obras podrían dar la impresión de una pintura, pero al observarlas más de cerca el espectador reconoce los pequeños fragmentos de plástico unidos por una cinta adhesiva de alta calidad.


Una sala separada de la exposición "Basura" está dedicada a la familia de Reifenberg y a otros famosos. Aquí, los retratos de las personas mencionadas esperan al visitante de la galería en una atmósfera tranquila y protegida. Me siento con el artista Reifenberg en dos sillas de madera entre ellos y hablamos de los rostros y las historias de las personas cuyas imágenes han sido ensambladas, modeladas y creadas a partir de innumerables piezas de bolsas de plástico por Reifenberg.


La única dama del grupo es la sonriente Gabriele Tergit. Nacida como Elise Hirschmann en Berlín en 1894, estudió historia, filosofía y sociología en Berlín, Heidelberg, Múnich y Fráncfort del Meno, donde se doctoró en 1923. Como estudiante, comenzó a publicar bajo el seudónimo de Gabriele Tergit. Unos años más tarde se casó con el arquitecto Heinz Reifenberg, tuvo un hijo y se estableció como reportera de la corte, entre otras cosas. En el curso de esto, fue testigo del primer juicio contra Adolf Hitler y Joseph Goebbels y fue colocada directamente en la lista de oponentes de los nazis por el informe y otros artículos. Después de una fallida incursión nazi en el apartamento de la familia Reifenberg en Berlín, la familia Reifenberg huyó a Palestina a través de Checoslovaquia y pasó el resto de su vida en el exilio.

Benno Reifenberg, titular de la Gran Cruz del Mérito de la República Federal de Alemania, la Placa Goethe, la Placa de Honor y el Premio Goethe de la ciudad de Frankfurt am Main, fue coeditor del Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) desde 1959. Ya en 1919 entró en la redacción del Frankfurter Zeitung, fue responsable de las páginas de fondo a finales de los años veinte, luego pasó dos años como corresponsal en París y dirigió la sección política del entonces "FZ" hasta 1943. Después del final de la guerra, Benno Reifenberg y otros trabajaron inicialmente de forma ineficaz en la refundación del periódico, por lo que trabajó como editor del periódico "Die Gegenwart" desde 1945-1958 hasta que fue absorbido por la FAZ en 1958. Benno Reifenberg no sólo era periodista, crítico de arte y escritor, sino que también estaba considerado como uno de los principales publicistas de Alemania.

Bronislaw Huberman fue un violinista judío muy respetado, el prodigio de su tiempo, que vio la luz en Polonia a principios de la década de 1880. Tocó con Pablo Casals, Ignaz Friedman y Wilhelm Furtwängler, y en 1935 fundó la Orquesta Palestina, que más tarde se convirtió en la Orquesta Filarmónica Isrealista. Su violín Stradivari Gibson x Huberman, que le fue robado dos veces en vida, es ahora tocado por Joshua Bell.

Walter Benjamin nació en Berlín en 1892 como el primer hijo de una familia judía asimilada. Fue un filósofo y crítico cultural alemán, así como traductor de las obras de Marcel Proust, Charles Baudelaire y Honoré de Balzac. Estudió lengua y literatura alemana, filosofía e historia del arte en Friburgo y Berlín, obtuvo su doctorado en Berna en 1919 y fue a Frankfurt am Main en 1923/24 con el deseo de habilitarse allí. En Frankfurt conoció a Theodor W. Adorno (cuya correspondencia aún se conserva) y a otros miembros de la "Escuela de Frankfurt" y realizó importantes contribuciones al Instituto de Investigación Social de la Universidad Johann Wolfgang Goethe.


El elemento de conexión entre las obras que muestran los retratos y las que muestran mares y vertederos contaminados con plástico es, por un lado, el artista y, por otro, la inimitable técnica que ha desarrollado y perfeccionado a lo largo de muchos años. Queremos señalar la constante destrucción de nuestro propio sustento, una naturaleza sana e intacta, y lo hacemos presentando una posición artística sobresaliente.


— Juliane Lachenmann

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